Website Relaunch Checkliste 2026 – GoLive sicher starten (WordPress)

Du planst einen WordPress Relaunch und willst sicherstellen, dass beim GoLive nichts schiefläuft? Dann bist du hier richtig. Viele Website Relaunches scheitern nicht am Design, sondern an technischen Details, die erst nach dem Launch auffallen – fehlende SSL-Zertifikate, falsche Weiterleitungen oder ein nicht konfigurierter Mailversand. Diese Checkliste deckt genau diese Stolperfallen auf. Sie richtet sich an Unternehmen, Agenturen und Selbstständige in Wien und ganz Österreich, die ihren neuen Webauftritt professionell und ohne böse Überraschungen live bringen wollen.

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Erfolgreicher GoLive: Allgemeine Vorbereitungen

Plugin Lizenzen

Eines der beliebtesten Features von WordPress ist der schnelle Einsatz von Plugins. Neben kostenlosen Versionen, sind aber auch oft kostenpflichtige Plugins notwendig. Deren Lizenzmodelle sollten bekannt sein. Ebenso muss die passende Lizenz gekauft oder eine bestehende Lizenz erweitert werden – oft gilt dies auch für den Entwicklungsprozess.

FTP/SFTP/SQL Daten

Spätestens wenn die Website online geht, muss eine Verbindung zur Datenbank hergestellt werden. Um Dateien online zu geben oder diese im Deployment Prozess zu verbinden, werden Zugangsdaten zum Webspace / Hoster benötigt. Am besten werden diese Daten direkt nach Erhalt überprüft. Wichtig bei der Übermittlung von Passwörtern ist, diese keinesfalls im Klartext zu versenden (z.B. als Email)!

SMTP-Daten (Mailversand)

Besucher werden Kontakt via Formular aufnehmen. Für einen reibungslosen Ablauf des Mailversands bietet sich der SMTP-Versand an. Somit werden Mails per Mail-Provider verschickt, statt mit der servereigenen Mailkonfiguration. Diese Versandart erhöht die Chance einer Mail anzukommen und nicht im SPAM Ordner zu landen.

Microsoft & Google Account

Google Maps, Bing Webmaster Tools, Google Search Console – es gibt einige Services, die angebunden werden müssen. Ob die eigene Email als Gastaccount eingetragen wird oder der Kundenaccount in den eigenen Account integriert wird, kommt auf den persönlichen Geschmack an.

Server & Setup – Die Grundlage der Entwicklung

Webserver / Hostingpaket

Die spätere Website wird auf einem Server liegen. Achten Sie beim Kauf auf Hardware (CPU, RAM, Netzwerkanbindung) und Features wie PHP-Version, Datenbank(en), SSL-Zertifikate, Monitoring, Verfügbarkeit und Support. Die aktuellen WordPress Requirements müssen unbedingt eingehalten werden. Weitere Informationen unter https://wordpress.org/about/requirements/

SSL-Zertifikat

Websites ohne gültiges SSL-Zertifikat und HTTPS-Protokoll werden von modernen Browsern als „nicht sicher“ eingestuft und verlieren an Glaubwürdigkeit. Das Sicherheitsmerkmal der Verschlüsselung ist eine Grundvoraussetzung geworden. Es gibt verschiedene Ausprägungen und Sicherheitsmerkmale von Zertifikaten und hängen vom Einsatzzweck ab.

HTTP 2.0

Reduzierte Ladezeiten, bessere Handhabung von Prioritäten und verbessertes Nachladen von Ressourcen. All diese Vorteile bietet dieses Übertragungsprotokoll. Wenn diese Möglichkeit verfügbar ist, sollte diese unbedingt verwendet werden.

Basis Caching Headers

Bilder, CSS und Javascripts können via “Cache-Control”, “Expires”, “Etag” und “Last-Modified” für Browser vorbereitet werden um schnellere Seitenaufrufe zu erreichen. Sehr gute Ergebnisse lassen sich mit spezialisierten Plugins erreichen, die gleichzeitig gewährleisten, dass die aktuellen Dateien beim User ankommen und nicht im Browser-Cache festhängen werden.

Fakten zur Sicherheit in WordPress

Benutzer-Accounts

Jeder Benutzer des Systems bekommt einen individuellen Account mit passender Rolle. Diese definiert die Berechtigungen des Users. Sichere Passwörter können mithilfe von Generatoren erzeugt werden

Firewall/Defender

Eine Firewall blockiert potenzielle Angriffe wie XSS oder DDos-Attacken und überprüfen zusätzlich die CMS-Coredateien auf den Originalzustand

Superuser Accounts

Administratoren haben das maximale Ausmaß an Rechten im System. Achten Sie darauf diese Benutzer nicht „admin“ oder „administrator“ zu nennen. Zudem ist ein sicheres essenziell.

Security-Header

Nutzen Sie zur Verbesserung der Sicherheit sollten Headerdaten wie HSTS (Strict-Transport-Security), CSP (Content-Security-Policy), Clickjacking mitigation (X-Frame-Options in main site) in Betracht gezogen werden.

Überflüssige Plugins

Je mehr Plugins im Einsatz sind, umso höher ist die das potenzielle Risiko von Sicherheitslücken. Außerdem nutzt dies der Performance-Verbesserung.

Login-URL ändern

Unter /wp-admin erreicht man in der Regel das Backend des Systems. Automatisierte Angreifer (z.B. Bots) verlieren somit schnell das Interesse.

Automatische Aktualisierung

Kleinere Updates sollten automatisch durchgeführt werden. Sie enthalten
Fehlerbehebungen, die der Sicherheit zugute kommen.

Automatische Backups

Datenverlusten beugt man am Besten mit Sicherungen vor. Darunter zählen Datenbank- und Dateibackups.

Wer diese Punkte nicht manuell im Blick behalten möchte, ist mit einem professionellen WordPress Wartungspaket gut beraten – Updates, Backups und Sicherheits-Monitoring laufen damit automatisch im Hintergrund.

Zielgruppen erreichen mit
SEO-Maßnahmen

Grundlegende Maßnahmen

Damit die Seite überhaupt von Suchmaschinen erkannt wird, müssen Sie eine Sitemap anbieten, die z.B. in due Google Search Console eingebunden wird. Ebenso sollte die robots.txt auf die Sitemap verweisen. Bei einem Relaunch achten Sie zudem auf die korrekte Weiterleitung alter URLs auf die neue Seitenstruktur.

Lesbarkeit für Mensch & Bot: die Semantik

Eine Website muss strukturell gut aufgestellt sein, damit sie von Suchmaschinen gut interpretiert werden kann. Dazu gehört der korrekte Einsatz von Überschriften (lediglich eine H1, nachfolgend muss die Hierarchie an Überschriften korrekt ein-/ untergeordnet sein). Zudem sind Bildbeschreibungen und Seitenbeschreibungen sinnvoll. Nutzen Sie eines der zahlreichen Onlinetools wie z.B. von seobility.

Sharing verschiedenster Inhalte

Jede Seite sollte Folgendes enthalten Facebook OpenGraph- und Twittercard Meta-Daten sollten immer vorhanden sein, um die Suchergebnisse mit Bildern und korrekter Beschreibung anzeigen zu lassen. Zudem hilft eine Auszeichnung von Organisation, Navigation und Produkten sowie Angeboten für eine optimale Lesbarkeit für Suchmaschinen. Übrigens: Auch WhatsApp oder Signal nutzen OpenGraph Daten beim Sharing.
Weitere Informationen unter https://developers.facebook.com

Mehrsprachigkeit (ab 2 Sprachen pro Website)

Wenn Sie mehrere Versionen einer Seite für verschiedene Sprachen oder Regionen haben, informieren Sie Google über diese verschiedenen Varianten. Auf diese Weise kann die Google-Suche Nutzer nach Sprache oder Region auf die am besten geeignete Version Ihrer Seite verweisen. Sofern die Seite nicht in einer weiteren Sprache (z.B. Spanisch) verfügbar ist, kann eine Referenz auf die spanische Homepage eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter https://developers.google.com/

Checkliste zum erfolgreichen Website Relaunch

 

Nutze unser kostenloses Website Relaunch Checklist Tool „Chckr.dev“ für eine geordnete Checkliste deines Relaunches.

Fragen zum professionellen Website Relaunch

Was kostet ein Website Relaunch?

Die Kosten für einen Website Relaunch hängen stark vom Umfang ab. Ein einfacher WordPress Relaunch mit bestehendem Theme und kleinen Anpassungen beginnt ab etwa 1.500 Euro. Eine vollständige Neuentwicklung mit individuellem Design, SEO-Optimierung und technischer Migration liegt je nach Projektgröße zwischen 3.000 und 15.000 Euro. Für Unternehmen in Wien und Österreich empfiehlt sich vorab ein kostenloses Erstgespräch, um den tatsächlichen Aufwand realistisch einzuschätzen.

Wie lange dauert ein Website Relaunch?

Ein typischer WordPress Relaunch dauert zwischen vier und zwölf Wochen – abhängig von Komplexität, Anzahl der Unterseiten und wie schnell Inhalte und Freigaben vom Kunden geliefert werden. Die Planungsphase inklusive Konzept und Design nimmt dabei oft genauso viel Zeit in Anspruch wie die eigentliche Umsetzung. Ein realistischer Zeitplan und eine vollständige GoLive Checkliste helfen, Verzögerungen zu vermeiden.

Was ist der Unterschied zwischen Relaunch und Redesign?

Ein Redesign betrifft ausschließlich das visuelle Erscheinungsbild einer Website – also Farben, Typografie und Layout. Ein Website Relaunch geht deutlich weiter: Er umfasst auch technische Änderungen wie ein neues CMS, eine neue Seitenstruktur, URL-Anpassungen, SEO-Neuausrichtung und Performance-Optimierung. Kurz gesagt: Ein Redesign ist ein Relaunch, aber ein Relaunch ist nicht immer nur ein Redesign.

Wann brauche ich einen Website Relaunch?

Spätestens alle drei bis fünf Jahre sollte eine Website auf den Prüfstand. Konkrete Anzeichen, dass ein Relaunch nötig ist: Die Seite lädt langsam und besteht den Core Web Vitals Check nicht, das Design wirkt veraltet, die Absprungrate ist hoch, oder die Website ist auf mobilen Geräten schwer bedienbar. Auch gesetzliche Anforderungen – etwa die Barrierefreiheitspflicht durch das BFSG ab 2025 – können ein guter Anlass sein, gleich einen vollständigen Relaunch anzugehen.